Amsel (Turdus merula)
Text, Daten und Bilder (3): Vogelwarte Sempach; Bild: Marion Müller, Mitglied NVS Meise Arbon
Die Amsel ist mit ihrem melodischen, wohlklingenden Flöten, das manchmal schon im Januar erklingt, einer der ersten Frühlingsboten. Sie singt gerne an exponierten Stellen, auf Dachfirsten oder Baumwipfeln, so dass ihr Gesang weithin zu hören ist. Das liebliche, gedämpfte Schlussmotiv wird bei geschlossenem Schnabel gesummt und klingt wie ein entferntes Echo. Die Amsel war ursprünglich eine scheue Bewohnerin dichter, unterholzreicher Wälder. Erst im Lauf der letzten 100 Jahre ist sie so zahlreich in Siedlungen und Städte vorgedrungen, dass sie heute in Europa zu den häufigsten und am weitesten verbreiteten Brutvögeln gehört.
Merkmale
Männchen pechschwarz mit gelbem Schnabel; Weibchen dunkelbraun mit verschwommen gefleckter Unterseite und braunem bis gelblichem Schnabel. Jungvögel stärker gefleckt.
Lebensraum Grösee und Alter
Fortpflanzung Bestand
Verbreitung
Jahreskalender
Die Abbildung fasst auf der obersten Zeile zusammen, wann die Art in der Schweiz regelmässig zu sehen ist (grau). Je nach Saison können die Zahlen grossen Schwankungen unterworfen sein (dicke Linie=häufig, dünne Linie=selten). Die farbigen Zeilen zeigen das jahreszeitliche Auftreten differenzierter an. Obere Zeile: Winteraufenthalt (blau), mittlere Zeile: Hauptzugzeit (violett). Unterste Zeile: Brutzeit (orange), die in der Regel die Phase von der Eiablage bis zum Flüggewerden der Jungvögel umfasst.